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Język polski - die polnische Sprache

Montag, 07.05.2012

"Polski język jest bardzo trudne" - die polnische Sprache ist sehr schwer - ist einer der ersten Sätze, die man als Lernender eingetrichtert bekommt.

Sechs verschiedene Kasus, zwei Numeri und die Unterscheidung dreier Geni (wie im Deutschen) lassen eine logische Struktur vermuten... welche leider gespickt ist mit lauter Ausnahmen. Dennoch gibt es einige aus dem Deutschen und Englischen angelehnte Wörter, die als Deutscher leicht zu verstehen sind.

Die Orthographie wurde in den meisten Fällen jedoch eingepolnischt. Daher ist es für mich teilweise sehr lustig Reklametafeln mit Anglizismen zu lesen. Oft finden sich dann Begriffe wie:

biznesmen - businessman

mecz - (football) match

dzokej - jockey

u.v.m.

 

Es gibt auch viele (teilweise veraltete oder zwecksentfremdete) Germanismen (dieses Wort zu verwenden ist so dermaßen ungewohnt, auch wenn es total richtig ist), die Anwendung im Polnischen finden:

szlafrok - "Schlafrock", Morgenmantel

wihajster - "Wie heißt er", Dingsbums

rajzefiber - Reisefieber

urlop - Urlaub

etc.

 

Eine weitere Auffälligkeit ist, dass das polnische Alphabet weder das Q, das V noch das X kennt. Die Laute werden dann durch die Aneinanderreihung einer Buchstabenkette nachgebildet:

skwer (Grünanlage - vllt von engl. "square"),

Dawid (nunja...)

und... für das X... naja... lasst euch gesagt sein. Die bekanntesten drei Buchstaben der Welt bestehen hier aus vier Buchstaben... zumindest offiziell.

 

Außerhalb meines Sprachkurses an der Universität ist es für mich sehr schwer meine Sprachkenntnis zu vertiefen. Dies liegt nicht unbedingt dadran, dass ich es nicht will. Vielmehr versuchen sämtliche Polen, welche feststellen, dass ich ihrer Sprache nicht zu 100% mächtig bin, ihr Englisch zu trainieren. In Warschau ist es dann meistens so, dass mir die Leute, sobald sie meinen ersten Fehler festgestellt haben, auf Englisch antworten (,wenn sie es denn können). Sobald es etwas lauter ist, dauert es vergleichsweise lange bis sie es denn feststellen. In manchen Klubs oder am Bahnhof, dachte man bereits öfter ich sei Pole.

Wegen meines Akzents (und meines Aussehens) werde ich aber auch öfter als Skandinavier eingeschätzt, da ich das R nicht rollen kann. Dies ist in Warschau jedoch auch ein weit verbreiteter Sprachfehler, habe ich mir sagen lassen.

 

naja... zum Schluss vielleicht noch ein kleines Video von Steffen Möller, einem in Polen sehr bekannten Deutschen

Es ist viele Jahre her,

Dienstag, 10.04.2012

Krakau war noch die Hauptstadt Polens. Die Burg auf dem Berg Wawel in Krakau wurde vom König und Stadtgründer Krak und seiner Tochter Wanda bewohnt. Der König und seine Tochter waren sehr beliebt ob ihrer Gutherzigkeit und Wanda besonders ob ihrer Lieblichkeit. Alle lebten in Frieden und die Stadt stand in voller Blüte. Auch der tüchtige und fleißige Lehrling Dratewka, der Sohn eines Schuhmachers, lebte in der schönen Stadt.

(erste Bild: Blick auf das Königsschloss (Wawel) von unten; der Rest: auf dem Königshügel)

Doch eines Tages zog ein Drache in eine Höhle unter dem Berg Wawel ein. Mit seinen drei Köpfen und den vielen hässlichen Schuppen auf seinem ganzen Körper machte er den Menschen Angst. Doch noch viel schlimmer war, dass er die Menschen tyrannisierte. Er ermorderte unschuldige Bürger, stahl das Vieh und plünderte Hab und Gut. Und wenn er wütend war, tobte er: Dann bebte der ganze Berg mit dem Schloss obenauf und er spie Feuer und Rauch. Niemand wollte, dass er wütend wurde.

 

(Statue des Drachen, die Drachenhöhle befindet sich nur einige Meter weiter hinten)


Er wurde nur dann nicht wütend, wenn die Bewohner der Stadt täglich ein Schaf vor seine Höhle legten. Außerdem musste einmal im Jahr ein junges Mädchen geopfert werden. Da das so auf Dauer nicht weitergehen konnte, versuchten sich zahlreiche tapfere Männer aus der Stadt im Kampf gegen den Drachen. Niemand aber konnte ihn töten oder vertreiben. Die Ältesten der Stadt überlegten lange und zerbrachen sich die Köpfe, wie sie den Drachen loswerden könnten, doch ihnen fiel nichts ein.

(Höhle des Drachen, auch über eine Treppe vom Schlosshügel aus zugänglich)

Es kam der Tag, an dem kein junges Mädchen mehr in Krakau war. Nur die Prinzessin Wanda war noch da. Und der Tag, an dem der Drache sein jährliches junges Mädchen erwartete, rückte immer näher. Es war klar: Würde Wanda nicht geopfert, würde der Drache vor Wut die ganze Stadt in Schutt und Asche legen.
Um seine Tochter doch noch zu retten, ließ der König im ganzen Land nach einem tapferen Ritter suchen, der den Drachen besiegen könne. Er versprach demjenigen, der ihn töten würde, die Hand seiner Tochter Wanda. Viele Ritter kamen und kämpften, doch alle blieben erfolglos. Die meisten von ihnen wurden von dem schon sehr wütenden Drachen getötet. In ganz Krakau herrschte große Trauer und es bestand keine Hoffnung mehr.

(Bilder 1-3: näherer Umkreis zur Altstadt; Bilder 4-7: auf dem Altstadtmarkt)

Der Schuhmacherlehrling Dratewka ging in dieser Situation zur Audienz beim König und bat um Erlaubnis, auch gegen den Drachen antreten zu können. Der König hörte ihn an und erlaubte ihm, in Sorge um seine Tochter, zu dem Drachen zu ziehen.
Dratewka ging zum Metzger und fragte diesen um ein Schafsfell. Er sammelte Schwefel, Pech, Salz und Pfeffer und füllte dieses alles in das Schafsfell, welches er am Ende dicht so zusammennähte, dass es wieder wie ein Schaf aussah. Dieses legte er in der Nacht vor die Höhle des Löwen.
Der Drache fraß das Schaf am kommenden Morgen, hungrig wie er war, sofort auf. Er verspürte gleich danach ein unglaubliches Brennen im Magen und suchte Wasser zum Trinken. Die Weichsel war nicht weit, und sein Durst war so stark, dass er fast die gesamte Weichsel leer trank – man konnte den Grund des Flusses sehen. Als er sich vollgetrunken hatte, platzte er mit einem großen Knall.
Über diesen gelungenen Trick und den Tod des bösen Drachens herrschte große Freude in der ganzen Stadt Krakau. Dratewka heiratete Wanda, und sie lebten bis an ihr Lebensende glücklich und zufrieden.

VIP-STARCOMMENT

Montag, 09.04.2012

Im Osten nichts Neues, wirklich nichts?

Der Frage bin ich während meines Ostblockbesuches auf den Grund gegangen. Das stereotypische Bild Polens wird gut in der "Deutsche Welle Polen - jetzt in bunt und in farbe" gezeigt. das schritthalten wollen mit dem Westen ist aufrecht, aber mit Stolpern.

Polen und besonders Warschau putzen sich natürlich für die kommende Europameisterschaft heraus. So ist die Stadt Warschau derzeit die größte Baustelle Europas. Metrolinien, Straßen, Fasaden, Parks, eigentlich alles verändert sich hier stetig.An manchen Stellen mehr und an anderer Stelle weniger gut.

So gibt sich Polen sehr viel Mühe dem vergrauten Anschein zu entkommen und macht einfach alles Orange und rosa. Baufällige Häuser werden neu verputzt und werden in einer dieser beiden Farben gestrichen.

Noch farbenfroher wird es Nachts, dann wird nämlich jedes ergraute Wahrzeichens Warschaus der Kulturpalast, ein Geschenk Stallins an Warschau, bunt erleuchtet.

Der Frühling kreuzt langsam auch auf und wird sicher dafür sorgen, dass der graue Schleier verschwindet. Ansonsten wirds - richtig, Orange oder Rosa;)

Pozdrowinie Z Polski

Matthias Jhd

Bad Pyrmont

Donnerstag, 22.03.2012

Wer Bad Pyrmont nicht kennt: Ein kleines Kaff in der Nähe einer großen Stadt, die im gesamten Land als Verschwörung bekannt (oder ... eher unbekannt) ist.

Grund:

XPLORE NEW AUTOMATION AWARD 2012 by Phoenix Contact

 

 Added on 24/03:

Die zwei Tage in Bad Pyrmont waren sehr interessant. Das Firmengelände von Phoenix ist richtig beeindruckend (I'm impressed)...Zudem haben wir sehr viele Leute aus den unterschiedlichsten Ländern kennengelernt (USA, Indien, China, Ukraine, Polen, Belgien, Holland ....) und sehr viele verschiedene "Erfindungen" aus Eigenproduktion gesehen (sowas wie ein umgebautes Quad mit Elektromotor, diverse Fahrradladestationen für Pedelecs, vollautomatisierte Cocktail- und Pastamaschinen etc ...). Das Projekt war also sehr international und wurde sowohl vom Bundesministerium für Bildung als auch vom Auswärtigen Amt in Deutschland gefördert.

 

Für unsere Gruppe war es auch ein sehr Erfolgreiches Ergebnis:

Wir haben den zweiten Platz in unserer Kategorie eingefahren:

Neben einer Urkunde und einem Pokel kriegt jedes Team eine feststehende Punktezahl, die auf die Teammitglieder aufgeteilt wird. Jedes Teammitglied darf sich dann Sachpreise im Gesamtwert seiner Punkte aussuchen.

Für uns gibts also ein neues Samsung Galaxy S II....

Das einzige Team, das in unserer Kategorie besser bewertet wurde, kam von einer High School aus den USA... Ob das Projekt nun wirklich besser war sei dahingestellt... Da sie jedoch von sehr weit weg kommen und zudem ein SEHR GROßES TEAM SIND (vllt so 10 Leute), müssen sie auch ihre Punkte aufteilen, wordurch wir mit unserem Preis wesentlich besser wegkommen... :D:D Ich gönne Ihnen also den ersten Platz ;) Außerdem müssen die jetzt zur Hannover-Messe und da eine Woche lang ihr Projekt ausstellen... Klingt wohl interessant für einen 16-jährigen Ami, der das zweite Mal nach Deutschland kommt und sowohl Flug als auch Unterkungt bezahlt bekommt, aber ich bin wirklich froh, dass ich das nicht machen muss...

Naja... ich sitze also gerade in Bad Pyrmont und warte darauf, dass mich mein Vater abholt, damit ich zwei Tage Zuhause verbringen kann... Vllt seh ich ja noch den ein oder anderen... Bis denn ;)

 

Wroclaw

Sonntag, 11.03.2012

Nachdem wir dann mit Posen "fertig waren" ( ich glaube, dass man das auch nicht unbedingt so sagen sollte), haben wir uns noch am selben Tag in den Zug nach Breslau gesetzt. Dort haben wir uns ein wenig die Stadt angeschaut, was gegessen und in einem Hostel übernachtet und am nächsten Tag mit dem Sighseeing weitergemacht. Von Breslau aus sind wir dann mit dem BUS nach Warschau zurück, weil es keine direkte Zugverbindung von Breslau nach Warschau gibt und es somit länger gedauert hätte mit dem Zug zu fahren. Es gibt jedoch auch keine Autobahnanbindung... Der Bus ist also 6 Stunden lang über irgendwelche Landstraßen nach Warschau gejuckelt... Man muss dazu wissen, dass die Landstraßen in Polen relativ alt und nicht unbedingt in einem guten Zustand sind... An manchen Stellen war das Ganze dann wie Achterbahnfahren...

Wie auch immer. Breslau ist meines Erachtens eine der schönsten Städte in Polen (vielleicht, weil es eine der deutschesten Städte in Polen ist (?)... wer weiß). Es gibt auf jeden Fall viel zu sehen und man kann auch sehr gut raus gehen, weil es viele Klubs etc gibt. Irgendwie verteilen sich in ganz Breslau kleine Zwergen-Bronzestatuen... Es ist sehr lustig diese zu finden, weil jede irgendetwas anderes macht...

Der Markplatz:

In der näheren Umgebung:

Auch die Transformers haben endlich Polen erreicht:

  

Auf der "Sandinsel"; Blick zum Dom und andere Richtung:

 

Poznan

Samstag, 10.03.2012

Hallo allerseits. Wir hatten dieses Wochenende leider schlechtes Wetter und meine Kamera hat teilweise sehr graue Bilder gemacht (weil ich offensichtlich irgendeine falsche Option eingestellt habe). Generell werde ich auch Fotos von anderen Leuten hochladen, wenn ich diese bekomme. Es lohnt sich also  sich auch manchmal die älteren Beiträge anzuschauen :P.

Wir sind also diesen Samstag um 4:20 Uhr aufgestanden, um den Zug um 5:25 nach Posen nehmen zu können...

Die Tendenz: Immer früher.

Anbei einige Impressionen aus Posen:

Das ist das Rathaus auf dem Marktplatz, an dem jeden Tag um 12 Uhr zwei Ziegenböcke ihre Hörner zwölf Mal gegeneinander prallen lassen.

Generell gibt es in Posen sehr viele Kirchen. Dies ist wohl eine der berühmtesten.

Die Posener Burg

Der Posener Dom

 

Ein paar Touristen, die Touristen-typische Dinge tun...

In Posen steht wohl eines der größten "Palmenhäuser" Europas. Das mussten wir unbedingt sehen!!!

Radka's Birthday

Donnerstag, 08.03.2012

Gestern haben wir also Radka's Birthday gefeiert. Weil auch noch Weltfrauentag (und es hier so Brauch ist), musste jeder Typ eine Blume für nen Mädel mitbringen. Einige Eindrücke:

Die WG:

Die ersten Gäste:

 

Meine Mentorin (Judyta), ich und Karina:

Weltfrauentag & Geschenke für Radka:

David und Booby-David (Katrien)

Alle Zusammen:

 

anderes:

Lublin

Sonntag, 04.03.2012

Die Zeiten zwischen den Einträgen werden immer länger, aber ich hab nun auch ein bisschen mehr zu tun. Daher wird sich das leider nicht ändern. Wie auch immer...

Eines Sonntag Morgens um:

Wir sind also letzten Sonntag um 4:40 aufgestanden, um den ersten Zug von Warschau nach Lublin zu nehmen. Lublin ist eine der größten Städte im Osten des Landes (schon fast an der urkainischen Grenze). Aus verschiedenen Quellen haben wir erfahren, dass es sich auf jeden Fall lohnt dahin zu fahren. Aus eigener Erfahrung würde ich sagen: ja, aber nicht länger als ein Tag. Die Altstadt ist zwar schön und in Lublin gibt es eines der am besten erhaltenen Konzentrationslager, doch obwohl diese Stadt von ca 360 000 Menschen bewohnt wird, ist da irgendwie tote Hose. Wir haben beispielsweise versucht um 9 Uhr ein Café zu finden (am Sonntag halt), in dem man Frühstücken kann. Irgendwie war alles zu.

Wir hatten das Glück einen persönlichen Führer (ich werde demnächst das Wort "Guide" verwenden) zu bekommen, da Katriens (Belgierin, die Polnisch und Russisch studiert und deren Vater in Dortmund an der Uni Prof für katholische Religion ist) Kommilitonin derzeit in Lublin ist. So war diese Truppe diesmal sehr Belgien-lastig.

Erste Auffälligkeit in Lublin:

Es gibt Busse mit Pantographen (sry, für das schlechte Bild, aber ich hab vorher nicht dran gedacht).

Hier dann einmal Bilder aus der Altstadt:

Stary Rynek (Altstadtmarkt)

(ältester jüdischer Friedhof Polens)

Lublin Schloss. Hier wurden im zweiten Weltkrieg die Juden und die Kriegsgefangenen zwischenegelagert, bevor sie ins Konzentrationslager gekommen sind.

Das Konzentrationslager:

 

Ein wenig eigenartig, dass man neben einen Ofen im Krematorium dieses Schild anbringt. Obwohl die Stimmung im Konzentrationslager etwas getrübt ist, muss man doch schon ein wenig lachen.

So, das wars dann erst einmal wieder. Dieses Wochenende stehen Poznan (Posen) und Wroclaw (Breslau - die ehemals drittgrößte deutsche Stadt) an. Außerdem ist morgen Frauentag (und Radkas Birthday)... sowas feiert man hier... vergesst also nicht den Mädels Blumen zu schenken ;) ... Bis denn!

 

Politechnika

Dienstag, 28.02.2012

Und da bin ich gleich noch einmal.

Also. Gestern war dann mein erster (inoffizieller Tag an der Uni). Hat gleich Morgens um 12.15 Uhr angefangen, wodurch ich gezwungen war sehr, sehr früh aufzustehen... NICHT.

Die Politechnika ist echt nicht so weit entfernt. Zu Fuß wären es vielleicht 30 Minuten, mit der Straßenbahn und Fußweg sind es vllt 10-15 Minuten. Aus den oberen Etagen der Politechnika hat man meistens einen direkten Ausblick auf die "Skyline" Warschaus.

Meine erste Klasse war ein Polnisch-Kurs, in dem 8 arabischsprachige Menschen, ein Italiener, ein Asiate und ich saßen. Ich war der einzige Austauschstudent, die anderen studieren alle rechtmäßig in Warschau, obwohl sie nicht einmal der polnischen Sprache mächtig sind.

Mein zweiter Kurs war ein Labor für electrical automotive systems. Die erste Überraschung in dieser Klasse war, dass da schon einige Spanier drin saßen, die ich bereits kannte. Die zweite war, dass dieser Kurs für 12 Personen ausgelegt war, aber ca. 40 anwesend waren. Der Übungsleiter war sehr überrascht und fing an irgendwas über Alarmsysteme in Autos zu erzählen. Nach einigen Minuten hat er aufgehört und ne Liste rumgeben lassen, mit dem Hinweis, dass wir auf drei verschiedene Gruppen aufgeteilt werden. BTW: Sein Englisch ließ zu wünschen übrig.

Meine einzige heutige Vorlesung (schon wieder um 12.15 Uhr!!!) war Introduction to lighting technology. Der Dozent war gleichzeitig mein Koordinator (ist schon etwas älter, sein Englisch ist auch nicht so das Beste, aber besser als von dem anderen Miroslaw).

Man muss sich erst ein wenig reinhören, dann ist das Ganze einigermaßen interessant.

Neben meinen Vorlesungen gibt es einige Eigenarten an polnischen Hochschulen, die mir so aufgefallen sind.

Zum einen verfügen sehr viele Hochschulen über mindestens einen Prachtbau. Bei mir ist es das Hauptbebäude:

   

Eine Eigenart an polnischen Hochschulen ist die sogenannte Szatnia. Man kann in JEDEM Gebäude (wirklich jedem, selbst wenns nur ein klitzekleines Institutsgebäude ist) seine Jacke kostenlos an der Garderobe abgeben, die immer mit mindestens einer Person besetzt ist.

Ansonten trifft man auf sehr viele verschiedene Gebäudetypen. Vom klassischen Altbau bis zum (GROTRIAN)-Altbau. Sehr auffällig ist hier wieder, dass einige Gebäude ein wenig kitschig gestaltet werden (z.b. durch irgendwelche außergewöhnliche Farben).

Die Politechnika hat zudem einen neuen Glasbau für die Fakultät für Mathematik und Informatik bekommen. Dieser wurde erst vor kurzem fertig gestellt und wieder größtenteils aus EU-Geldern finanziert.

Ansonsten gibts eigentlich keine großen Unterschiede. Manchmal sind einige Sachen veraltet (wie es auch an der TU BS ist), aber solange diese funtzen, ist alles in O. Momentan werden jedoch sehr viele Gebäude und Gegenstände erneuert.

Naja, was soll ich noch sagen. Falls ihr Fragen habt... Es gibt ja auch ne Kommentarzeile ;)

Wilanow

Dienstag, 28.02.2012

Hallo allerseits. Man fragt mich inzwischen schon, obs mir gut geht, weil so lange (ganze 5!!! TAGE) kein Eintrag erfolgt ist. Ja Mama, ich bin wohlauf.

Bei der Gelegenheit kann ich euch mitteilen, dass ich schon wieder eine neue Handynummer habe (aus internettechnischen Gründen).

Also. Am Samstag sind unsre spanischen Nachbarn zum Essen vorbeikommen, wir haben aber nicht so lange gemacht, weil wir für den Sonntag geplant haben nach Wilanow zu fahren. Wilanow ist ein südlicher Stadtteil Warschaus und wird auch als Versailles Polens bezeichnet, weil dort eine ehemlige königliche Sommerresidenz mit entsprechenden Gärten vorzufinden ist. In Polen ist es irgendwie so, dass die meisten Sehenswürdigkeiten an bestimmten Tagen kostenlos sind. Dabei ist es jedoch sehr lustig, dass dies bei zusammenhängenden Sehenswürdigkeiten an unterschiedlichen Tagen stattfindet. Daher ist beispielsweise der Palast in Wilanow Sonntags kostenlos, der köngliche Garten dafür Freitags (oder so). Naja... da im Winter eh kein (sehenswerter) Garten existiert, haben wir uns vorgenommen noch einmal im Frühjahr dahinzufahren.

Genug gequatscht. Einige Eindrücke:

Das ist eine Kirche in direkter Nähe zum Palast (wird leider im Moment renoviert, daher gibts keine Fotos von Innen)

Das ist der köngliche Palast, der zur Zeit auch (zum größten Teil aus EU-Geldern) renoviert wird. Auffällig für polnische Wahrzeichen ist die Wahl sehr gewagter Farben wie dieses doch ziemlich hässliche Gelb.

Ein kleiner David war auch vorzufinden. Gut haben sie mich getroffen, woll? :D

Auch sehr auffällig ist die Darstellung sehr vieler hässlicher Personen (sry, dafür). Ähm...polnische Maler hattens damals wohl nicht sooo drauf.

Die Unterdrückung

Freitag, 24.02.2012

Die Mädels und ich verstehen uns inzwischen super und wir haben recht viel Spaß miteinander. Dies beruht teilweise dadrauf, dass wir uns gegenseitig ein wenig necken, wobei die Mädels allerdings immer zusammenhalten. Als ich heute Morgen aufgestanden bin, habe ich beispielsweise das im Flur gefunden: 

Zudem wird mein Zimmer mit irgendwelchen Girlanden verweiblicht, ohne dass ich dadrauf einen Einfluss nehmen kann: 

Des Weiteren habe ich heute einen strategischen Fehler begangen. Ich habe mich heute am Palac Kultury i Nauki von nem Mädel belabern lassen und habe ein wenig Geld für hilfsbedürftige Kinder gespendet. Als kleine "Überraschung" habe ich zwei Packungen mit im Dunkeln leuchtenden Auklebern mit Winnie-Pooh und Mickey-Maus Motivien bekommen. Da ich damit ja nicht allzu viel anfangen kann, habe ich die den Mädels gegeben... GROßER FEHLER!!! SOWAS MACHE ICH NIE WIEDER. ich hab schon gesagt, dass ich mich dafür revanchieren werde, wenn ich die Dinger irgendwo in der Wohnung wiederfinden werde!

Ich werde mich eh revanchieren...

 

Ansonsten kann ich endlich berichten, dass ich EINGESCHRIEBEN BIN. Ich sollte in einer Woche meinen Studentenausweis bekommen, bin echt gespannt, ob das bis dahin klappt. In dieser Woche habe ich sämtliche Vorlesungen verpasst, was eigentlich kein Problem darstellt. Jedoch habe ich auch zwei Labore und jetzt muss ich mich bei den Dozenten melden, die dafür verantwortlich sind und sie fragen, ob ich noch dazustoßen kann. Mein Koordinator, bei dem ich übrigens auch eine Vorlesung habe, sagte, dass das jedoch kein Problem sein sollte.

Ich könnte noch sehr viel mehr berichten, jedoch sprengt das mal wieder sämtlichen Rahmen, daher wieder einfach nur ein paar Impressionen. Bis denn!!

Orientation Week

Mittwoch, 22.02.2012

Die Orientation Week ist ziemlich anstrengend. Der Tag besteht im Wesentlichen aus Party, Kultur und irgendetwas inbetween. Als vorbildlicher Erasmus-Student, der irgendwie keine Ahnung hat wie man hier studiert, habe ich heute versucht mich an der Uni zu registrieren (wofür ich übrigens bis spätestens Freitag Zeit habe). Wie das jedoch an Universitäten so ist, war mein Ansprechpartner dafür natürlich zu dem Zeitpunkt nicht da, sodass ich mich heute völlig umsonst zur Uni gequält habe. Man kriegt jedoch einen relativ guten Eindruck wie heftig das Studieren hier sein muss, weil überall auf den Gängen irgendwelche Studenten stehen, die noch in den letzten Minuten vor ihrer Prüfung versuchen alles mögliche auswendig zu lernen. 

Naja.. momentan ist es so, dass die Vorlesungen bereits angefangen haben, ich jedoch nicht einmal weiß, ob ich meine in Deutschland ausgesuchten Vorlesungen überhaupt belegen kann, weil ich ja nicht registriert bin und somit keine Einsicht in den Stundenplan habe. 

Gestern hatten wir "Eurodinner". Dies war eigentlich auch wieder "nur" eine Party im "MEDYK KLUB" (ähm... zur Info... Polen versuchen alle Wörter einzu"polnischen"... also gibts hier eigentlich auch nur "komputer" und "biznesmen" und und und). Nja. als additional feature sollte jeder ein typisches Essen aus seinem Land mitbringen (ich hab also Schnitzel gebraten, was in Polen jedoch genauso als Nationalgericht durchgeht wie in Deutschland). Solche Partys und Treffen sind natürlich ideal, um Leute aus anderen Ländern kennzulernen. z.b. diesen "schwulen" Franzosen hier: 

Irgendwie habe ich so den Eindruck, dass fast jeder Deutsch spricht oder es zumindest versteht. Gut eine Ausnahme gabs gestern, der Typ war Brite und die sprechen ja meistens nur Englisch und das wars. Wenn man nicht gerade mit den Erasmus-Leuten unterwegs ist, sollte man möglichst vermeiden Deutsch zu sprechen. Sehr viele Warschauer sind ein wenig nachtragend wegen des zweiten Weltkrieges, der ja immerhin Ursache dafür ist, dass fast die komplette Stadt zerstört wurde. Ich habe bisher noch nichts negatives in der Richtung mitbekommen, nur gehört.

So, ich lass bald wieder von mir hören, möchte noch ein bissel schlafen vor der RadioActive Party heute... 

Pozdrowinie z Warszawy

Palac Kultury i Nauki

Mittwoch, 22.02.2012

Dzien dobry, wczoraj bylismy w Palac Kultury i... Spaß beiseite... also... gestern waren wir im Kulturpalast bzw. auf der Aussichtsplattform des Kulturpalasts, von wo man einen genialen Überblick über die gesamte Stadt hat. Grundsätzlich ist es momentan nicht allzu kalt in Warschau, aber der Wind war dermaßen eisig, dass man dachte man wäre im tiefsten Sibirien. Aber seht selbst:

Seltsamerweise habe ich auf dem Kulturpalast die erste Deutsche hier in Warschau kennengelernt: 

Ansonsten möchte ich euch einige weitere Impressionen von Warschau geben: 

 

(das ist übrigens mein (Wohn)Zimmer)

Im Großen und Ganzen fällt halt auf, dass ungefähr an jeder zweiten Ecke irgendein "Palast" steht. Es gibt sehr viele Museen und richtig viel zu sehen... (ich kann euch jetzt nicht im einzelnen erzählen, was das ist, weil das meinen zeitlichen Rahmen sprengt).

The Spanish

Sonntag, 19.02.2012

Und da bin ich wieder... Diesmal habe ich ein wenig mehr Zeit und ein paar Fotos mitgebracht (ich habe mir endlich eine Kamera gekauft).

Fangen wir mal mit meinen Flatmates an:  Mitbewohnerv.l.n.r.: Esther (Spanien), Radka (Slovakei), ich und Valérie (Belgien).

Irgendwie ist es übrigens so, dass die meisten unsrer europäischen Mitbewohner auch Deutsch sprechen (siehe Video).

Fotos von unserer Wohnung kann ich im Moment nicht veröffentlichen, weil hier immer noch ein bisschen Chaos herrscht. Letztendlich liegt es dadran, dass ich im Wohnzimmer kaum Platz habe, um meine Sachen zu verstauen und mein Tisch sowohl als Esstisch als auch als Schreibtisch herhalten muss. Wir wollten das noch einmal mit dem Vermieter klären, vielleicht hat er irgendwo noch einen weiteren Tisch rumstehen. 

 

Gestern Abend waren wir bei Freunden von Esther und haben ein bisschen was mit denen getrunken, da es wohl für einen von ihnen der letzte Tag in Warschau war. So kam es, dass wir mit 15 Spaniern in einem Raum gesessen haben und sehr viel Spaß hatten, obwohl wir uns nicht verstanden haben (irgendwie sprechen die meisten Spanier ja kaum Englisch). Naja... Valérie, Radka und ich wollten nicht so lang machen, weil wir heute noch mit dem ESN (das ist der Verein, der sich um die Erasmus-Studenten kümmert) durch verschiedene Museen gehen wollten. Als wir dann gehen wollten, haben wir Stunden lang draußen auf die restliche Truppe gewartet. Wir sind um ca 1 Uhr aus der Wohnung und standen um halb 3 immer noch davor. Valérie ist schon ein wenig abgedreht, weil sie total am frieren war.  Seitdem ist bei uns alles Spanish, was entweder garnicht funktioniert oder zu viel Zeit in Anspruch nimmt. Des Weiteren kann ich jedem raten nie mit Belgiern zu trinken, die Exen die ganze Zeit (afons!) und vertragen das Zeug auch noch.

Nachdem wir dann heute morgen total zerstört und fertig aus den Betten (um hier mal einiges klarzustellen) gekommen sind, haben wir uns zur Uniwersytet Warszawska gequält und sind dann mit den ESN-Leuten in die Altstadt Warschaus gegangen (man hat übrigens einen genialen Blick auf das neue Fußballstadion für die EM 2012) 

und haben uns verschiedene nationale Museen angeschaut. In dem einen konnte man sich beeindruckende Wandteppiche reinziehen (es war so langweilig). Die anderen Museen beinhalteten eher Ausstellungsstücke zur polnischen Geschichte. Das war eigentlich ziemlich interessant. 

Naja, das Wetter ist momentan echt für den Arsch. Wir haben Tauwetter und zudem kommt noch irgendwas komisches vom Himmel, was weder Schnee noch Regen gleicht. Whatever. Ich bin sehr gespannt wie die kommende Woche verlaufen wird. Morgen ist das erste Treffen für Erasmus-Studenten der Politechnika und zudem startet unsere Orientation-Week und die wird hart. 

Soo, genug erzählt. Ich melde mich. Bis dann.

Erster Eindruck

Samstag, 18.02.2012

Hallo allerseits. Nach einigem Hin und Her und sehr vielen Fragen eurerseits, habe ich mich dazu entschlossen einen Blog einzurichten. Noch habe ich keine Kamera, daher werde ich erst einmal nur Handyfotos und welche von Valérie online stellen können. Ich denke, dass ich mir daher bald eine eigene Kamera anschaffen werde. 

Die ersten Tage sind also bereits vorbei und ich möchte euch einen kleinen Eindruck vermitteln: 

Als ich in Berlin in den Berlin-Warsawa-Express eingestiegen bin, habe ich mit einem Außendienstmitarbeiter der Deutschen Bahn in einem Abteil gesessen. Arne lebt in Warschau und arbeitet für die DB mit der PKS zusammen (zudem hat er eine polnische Frau ;) ). Während der Fahrt hat er mich bereits ein wenig über die Stadt aufgeklärt, was man unbedingt machen muss und was man besser sein lassen sollte. Er hat mir zudem eine Visitenkarte hinterlassen, sodass wir weiterhin in Kontakt stehen. 

Die Fahrt führte durch verschiedene polnische Metropolen (u.a. Posen, wo beispielsweise der VW Caddy und Transporter hergestellt wird). Der erste Eindruck bei meiner Ankunft in Warschau war etwas zwiegespalten: Zum Einen vermittelt die Stadt einen typischen Ostblock-Charakter (heißt: viele Plattenbauten, sehr viel Beton etc. etc.) auf der anderen Seite verfügt Warschau über eine Skyline mit ziemlich vielen, ansehnlichen Wolkenkratzern. Zudem soll Warschau eine der grünsten Metropolen der Welt sein (wovon man im Winter jedoch nicht allzu viel sieht). Meine Wohnung, die ich mir mit drei Mädels teile (drei Engel für David) liegt mitten in der Stadt direkt neben einem Park. Vor der Haustür habe ich zwei Supermärkte und einen Markt (Hala Mirowska). Die Wohnung bot gleich zwei Überraschungen: Zum einen war ich sehr positiv überascht, was den westlichen Standart anbelangt. Auf der anderen Seite sind wir vier Personen und es gibt nur vier Zimmer (eins davon ist das Wohnzimmer). Da Esther und ich als letztes eingetroffen sind mussten wir uns also nun einigen, wer welches Zimmer bekommt... Nun habe ich das Wohnzimmer (welches gleichzeitig das größte Zimmer in der Wohnung ist, aber dafür keinen Kleiderschrank hat) und Esther das kleinste Zimmer in der Wohnung (poor Lady). Ich verfüge in meinem Zimmer neben einem Bett zudem über einen TV, eine kleine Couch und einen Teppich (beides stinkt sehr nach Zigaretten, da muss ich mir noch irgendetwas einfallen lassen).

Nach all den Strapazen in Deutschland (ich musste ja noch aus meiner Wohnung ausziehen. Das beinhaltete: Sachen raus, Küche raus, TAPETEN ABKRATZEN. Danke noch mal an Anna, Nele, Matthias und Mathis für die Hilfe) bin ich am Mittwoch nach meiner Ankunft eigentlich nur noch ins Bett gefallen. Die nachfolgenden Tage verbrachte ich im Wesentlichen mit der Erkundung der Stadt. Ich war unter anderem an der Uniwersitet Warszawksa, die direkt in meiner Nähe liegt (nur 10 Minuten zu Fuß), jedoch nicht die Uni ist, an der ich studiere. Die Zloty Terasy ist die größte Mall Polens und ist direkt neben dem Hauptbahnhof und dem Kulturpalast , der übrigens das Wahrzeichen der Stadt ist. Am Freitag war ich mit den Erasmusstudenten der Uniwersitet (wieder nicht die Politechnika) in der Nationalgalerie, die überaus klein ist für eine Stadt wie Warschau (selbstverständlich gibt es noch unzählige weitere Museen und Galerien). 

Gestern haben wir zu viert versucht Internet für unsere Wohnung anzulegen. Dafür sind wir extra durch die halbe Stadt gefahren, weil Esther wohl irgendwen gefragt hat, wo man Internet bekommt. Nach einigem Rumgerenne sind wir dann in einem Laden gelandet, der total überfüllt war. Irgendwie wollte jeder Internet oder hatte Probleme mit seinem Telefon. Da man keine Nummern ziehen konnte und es auch keine Schlange gab, haben wir uns einfach hingesetzt und über eine Stunde gewartet. Als wir dachten, dass wir dran wären, sind wir einfach zum Schreibtisch gegangen und wollten mit dem Typen reden. Da kam irgendso eine alte Dame von hinten und hat uns total zur Sau gemacht, dass wir noch nicht dran wären... Nachdem wir dann endlich dran waren und dem Typen erklärt haben, dass wir Internet dla nasz apartment wollten hat er ein bisschen auf seine Tastatur getippt und musste uns anschließend sagen, dass er uns leider kein Internet anbieten kann und wir doch zu einem anderen Anbieter gehen sollten. Gemacht, getan. Gleiches Spiel nochmal (der andere Anbieter war übrigens nahezu vor unserer Haustür... Also wieder zurück, wieder unendlich lange warten und wieder.... kein Internet. That sucks! Nach diesen niederschmetternden Ereignissen habe ich anschließend sehr erfolgreich ein Konto bei der ING DiBa eröffnet... auch wenn mir der Typ alles mögliche andrehen wollte. 

Heute stehen einige kulturelle Ereignisse an... Wir wollten gleich noch ein Schloss besuchen, uns ein bisschen die Stadt anschauen ( vielleicht kaufe ich mir noch eine Kamera, we will see )... naja ... nun muss ich auch schon los. Bis dann und LG!